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Annebärbel Claussen, Bernd Schlüter 
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Resilienz – Problemanzeige und Sehnsuchtsbegriff

Praktische Theologie
Zeitschrift für Praxis in Kirche, Gesellschaft und Kultur.
Heft 02/2016
51. Jahrgang
Uta Pohl-Patalong / Cornelia Richter

Erschienen: Mai 2016
ISSN: 0946-3518
Einzelpreis: 27,99 €

Inhalt

Impressum

Seite 0

Inhaltsverzeichnis

Seite 65 - 66

Editorial

Editorial

von: Uta Pohl-Patalong / Cornelia Richter

Seite 67 - 68

Thema: Resilienz – Problemanzeige und Sehnsuchtsbegriff

„Resilienz“ im Kontext von Kirche und Theologie

Eine kurze Einführung in den Stand der Forschung
von: Cornelia Richter / Jennifer Blank

Der Beitrag bietet einen knappen Überblick zur aktuellen Resilienzforschung und begegnet dieser mit der These: Resilienz ist sowohl eine produktive Lebenskraft als auch ein ambivalentes Krisenphänomen par excellence. Damit verbunden ist eine Nähe zu Sorgephänomenen in individueller Selbstsorge wie bereichsspezifischer Fürsorge, die besonders für die kirchliche Seelsorge relevant ist. Die genauere Analyse der darin implizierten dynamischen Erfahrungs- und Selbstdeutungsprozesse werden abschließend exemplarisch durchgespielt anhand von Christologie und Naherwartung sowie dem Motiv des Nicht-Sorgens aus Mt 6,25–34.
Seite 69 - 74

Lebensstark aus der Klage

Traditionen der Hebräischen Bibel in der Perspektive von Resilienz am Beispiel von Ps 22
von: Judith Gärtner

Die Klagepsalmen faszinieren seit jeher mit ihrer Fähigkeit, existentieller Bedrängnis Ausdruck zu verleihen und neue Hoffnung zu geben. Der Beitrag untersucht in einer exegetischen Sprechaktanalyse Ps 22 als Paradigma eines Klagegebets und bietet damit eine überzeugende Interpretation des vielschichtigen Zusammenhangs der Artikulation von Klage, der darin neu gewonnenen Sprachfähigkeit und Beziehungsaufnahme zu Gott, die schließlich eine tröstliche Horizonterweiterung über die existentielle Not hinaus eröffnen.
Seite 75 - 81

Aushalten – leiblich

Die Elementarität des Körperlichen
von: Saskia Wendel

Resilienz boomt, aber sie ist kein harmloses Phänomen. Im Gegenteil, birgt sie doch ein riskantes Ineinander von leiblichen Vollzügen, subjektiv-personalem Selbstbewusstsein, sozio-kulturellen Ansprüchen und den damit verbundenen machtbesetzten Diskursen. Letzteres zeigt sich v. a. in den impliziten und teils subversiven Gender-Rollen, die Resilienz als eine scheinbar weibliche Domäne suggerieren. Der Beitrag legt diese riskante Seite des Resilienzdiskurses offen und öffnet von dort aus den Blick in religiöse Sinndeutungen, die nicht nur mit dem Aushalten, sondern auch mit dem Widerstehen zu tun haben.
Seite 81 - 88

Den Schmerz zur Sprache bringen

Wechselwirkungen von Geist und Körper in religiöser Artikulation und der Aufbau von Resilienz
von: Thomas Wabel

Einen spezifischen Bereich der Interaktion von medizinischer, psychologischer und theologischer Resilienzforschung bildet der Umgang mit Schmerz. Religiöse Artikulation umgreift die Dimensionen medialer, sozialer und somatischer Verkörperung. Ihre Sprachformen und ihre Metaphorik lassen Raum für adversive, umwegige oder passive Umgangsweisen mit dem Schmerz. Im Kontext religiöser Texte vermag so gerade die konstruktive Auseinandersetzung mit eigener Schwachheit zu einer Quelle neuer Ressourcen zu werden und darüber dem allgemeinen Resilienzdiskurs neue Impulse zu verleihen.
Seite 88 - 94

Von guten Mächten

Resilienz im Angesicht von Tod und Sterben
von: Lukas Radbruch / Michaela Hesse

Verkörperungen und Hoffnungsvorstellungen als genuine Elemente der Resilienzthematik bestimmen auch diesen Beitrag, nun bezogen auf die prekären Grenzerfahrungen in Palliativstationen und Hospizen. Anhand einiger Fallbeispiele zeigen sie die Vielfalt möglicher Reaktionen der Patienten auf die Diagnose eines unumkehrbaren Krankheitsverlaufs, auf Therapiewünsche und auf die Gestaltung der noch verbleibenden Zeit; komplementär ergänzt durch die ebenso komplexen Bearbeitungsprozesse im Behandlungsteam selbst.
Seite 94 - 100

Resilienz und Spiritual Care

Einsichten für die Aufgaben von Seelsorge und Diakonie – und für die Resilienzdebatten
von: Eberhard Hauschildt

Der Beitrag erweitert die Perspektive des Verhältnisses von Resilienz und Religion um das Feld der „Spiritual Care“ und diskutiert deren Potentiale wie Grenzen im Vergleich zu religionsspezifischer Seelsorge. Der Autor richtet den Blick dabei sowohl auf Alltagsspiritualität und -religiosität wie auf explizit professionelle Seelsorge/Spiritual Care und deren jeweilige kommunikative Besonderheiten wie praktizierte Rituale. Zu unterscheiden sind dabei seelsorgerliche und diakonische Handlungsfelder, in denen Patienten/innen wie Pflegende, Ärzte/innen und deren Angehörige mit ihrem Bedarf, mit ihrer Erschütterung wie mit ihren Antworten jeweils selbst mit spirituellen Fragen und Hoffnungen konfrontiert sind. Hierfür einen Ermöglichungsraum zu eröffnen, würde das Qualitätsmerkmal einer spiritualitäts- und religionsfreundlichen Organisation darstellen.
Seite 100 - 105

Forum

Gott fährt Fahrrad

Praktisch-theologische Perspektiven des Radfahrens
von: Christian Grethlein

Radfahren erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Nicht zuletzt der Radfahrtourismus ist eine Wachstumsbranche. Der Artikel denkt dem möglichen Potenzial dieser Entwicklung für die Kommunikation des Evangeliums nach. Dabei fokussiert er auf die seit einiger Zeit offerierten Radwegekirchen. Sie können als Orte für spirituell Suchende profiliert werden – oder einfacher formuliert: für Menschen, die per Fahrrad unterwegs und offen für das dabei Begegnende sind.
Seite 106 - 112

Seelsorge zwischen Buchdeckeln?

Notizen zur zeitgenössischen Erbauungsliteratur
von: Julia Koll

Der Beitrag erkundet das Genre zeitgenössischer Erbauungsbücher. Ihr Spezifikum, so die Vermutung, trete am deutlichsten zum Vorschein, wenn man sie als eine Form von Seelsorge versteht. Am Beispiel eines Titels von Anselm Grün wird genauer untersucht, inwiefern sich der Text und seine Lektüre als ein virtuelles Gespräch zwischen Autor und Leserin verstehen lassen, das seelsorgliche Züge trägt. Zugleich erweist sich diese Perspektive auch für ein angemessenes Verständnis der Seelsorge im 21. Jahrhundert als fruchtbar.
Seite 113 - 122

Literatur / Medien / Kultur

Willkommen in Deutschland

Die Toten Hosen spielen „Entartete Musik“
von: Harald Schroeter-Wittke

Seite 123 - 124

Sinn fürs Alter

von: Kristin Merle

Seite 124 - 126