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Vom Unbehagen an der Schuld – Perspektiven auf ein ureigenes Thema der Theologie

Praktische Theologie
Zeitschrift für Praxis in Kirche, Gesellschaft und Kultur.
Heft 04/2016
51. Jahrgang
Kristin Merle / Thorsten Moos

Erschienen: November 2016
ISSN: 0946-3518
Einzelpreis: 27,99 €

Inhalt

Impressum

Seite 0

Inhaltsverzeichnis

Seite 193 - 194

Editorial

Schuldverlegenheiten

von: Kristin Merle / Thorsten Moos

Seite 195 - 196

Thema: Vom Unbehagen an der Schuld – Perspektiven auf ein ureigenes Thema der Theologie

Zum öffentlichen Umgang mit Schuld

Zwischen Tribunalisieren und Verschweigen
von: Gesine Schwan

Für das Gedeihen demokratisch verfasster Gesellschaften ist ein gelingender öffentlicher Umgang mit Schuld unabdingbar. Die Kategorie der Schuld ist aus ethischen Gründen nicht verzichtbar, obwohl der Umgang mit ihr gerade säkulare Gesellschaften vor erhebliche Schwierigkeiten stellt. Zu den Fallstricken des Umgangs mit Schuld gehören dabei Narrative von der kollektiven Schuld der anderen, die von eigener Mitverantwortung ablenken, ebenso wie Versuche strategischen Vergessens von Schuld etwa nach Regimewechseln.

Seite 197 - 202

„Vergib uns unsere Schuld“

Schuld im agendarischen Gottesdienst und in der Beichte
von: Michael Meyer-Blanck

Der Beitrag analysiert das Unbehagen an der Schuld in homiletisch wie in liturgischer Hinsicht. Dabei zeigen sich in Predigt und Liturgie eine Fülle von Möglichkeiten und Formen des Umgangs mit Schuld, die von hintergründigen Anklängen bis zur expliziten Thematisierung von Schuld und Vergebung reichen. Das Unbehagen an der Schuld stellt gerade eine didaktische Gelegenheit dar, diese Potenziale in der Predigt, aber auch im Unterricht auszuloten.
Seite 202 - 208

Von Gott reden sollen und zu Gott rufen können

Homiletisch-liturgische Erfahrungen und Erwägungen im Horizont des Gedenkgottesdienstes für die Insassen von Flug 4U 9525
von: Annette Kurschus

Am Beispiel des ökumenischen Gottesdienstes aus Anlass des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen 2015 wird deutlich, welche besondere Perspektive kirchliches Handeln einbringen kann: Indem die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes wachgehalten wird, können gesellschaftliche Schulddiskurse als Kompensationen einer allgemein stillgelegten Theodizeefrage entlastet werden.
Seite 208 - 214

Eine verlorene Kategorie?

Zum Umgang mit moralischer Schuld in der Klinikseelsorge
von: Thorsten Moos

Obwohl Erfahrungen von Schuld und Berichte über Schulderfahrungen mannigfaltig sind, zeigen sich in der Seelsorge Verlegenheiten im Umgang mit dem Thema Schuld. Diese manifestieren sich empirisch in bestimmten Strategien, die Rede von Schuld zu umgehen. So notwendig eine Zurückhaltung gegenüber der Fremdzuschreibung von Schuld bleibt, so unabdingbar erscheint eine Wiedergewinnung bzw. Pflege der Kategorie moralischer Schuld für die seelsorgliche Interaktion.
Seite 214 - 220

„Nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt …“

Die Kirchen und die Schuld
von: Michael Beintker

Ausgehend vom Stuttgarter Schuldbekenntnis wird die Frage nach der Schuld bzw. der Sünde der Kirche diskutiert. Nicht die geglaubte, aber die erfahrene Kirche kann als Schuldige bzw. Sünderin gelten. Unter Schuld ist dabei nicht nur die moralische Verfehlung zu verstehen, sondern umfassend das Zurückbleiben hinter dem Auftrag der Kirche, der in den Attributen der Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität auszulegen ist. Insbesondere gilt es, in den Tribunalisierungsprozessen der Gegenwart das Evangelium der Rechtfertigung zu verkünden.

Seite 221 - 226

Selbst schuld

Der Zwang zur Selbstverwirklichung und das Risiko des Scheiterns. Praktisch-theologische Überlegungen
von: Michael Klessmann

Gesellschaftlicher Maßstab für die Beurteilung gelingenden Lebens ist die persönliche Initiative des Einzelnen. Schuld manifestiert sich als Scham, eigenen und fremden Ansprüchen mit Blick auf eine stete Selbstoptimierung nicht genügt zu haben; sie erscheint als Mangel, der die ganze Person betrifft. Die kirchliche Rede über den Zusammenhang von Schuld und Vergebung, Sünde und Gnade stellt sich insofern als Schuldverlegenheit dar, da sie den eigentlichen Konflikt kaum zu erfassen vermag. Der Segen bietet ein alternatives Narrativ an, das den Aktivitätsmodus der Gesellschaft konterkarieren kann.
Seite 227 - 233

Forum

Diakonat und Kirchenreform

Beiträge der Diakonatsforschung zur Kirchentheorie und -praxis
von: Annette Noller

Seite 234 - 241

Literatur / Medien / Kultur

Ars Magna

Zum 700. Todesjahr von Ramon Llull (ca. 1232–1316)
von: Harald Schroeter-Wittke

Seite 242 - 243

Wiedergelesen: Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde (1994)

Friedrich Christian Delius: Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde
von: Hans-Jürgen Benedict

Seite 243 - 246

„Die Predigt ist ein Teil des Ganzen“ – Kostproben aus aktuellen Entwürfen zur Predigt und ihrer Lehre

Alexander Deeg / Helmut Schwier / Ruth Conrad / Thomas Schlag / Hans Martin Dober / Peter Meyer / Kathrin Oxen
von: Anne Gidion

Seite 246 - 251

Taufe – inklusiv, herrschaftsfrei, kirchenkritisch

Christian Grethlein: Taufpraxis in Geschichte, Gegenwart und Zukunft
von: Peter Cornehl

Seite 251 - 253

„Glotzt nicht so romantisch, denkt lieber nach!“

Dirk Rustemeyer: Darstellung. Philosophie des Kinos
von: Inge Kirsner

Seite 253 - 254