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Religion bauen – auch im säkularen Kontext

Praktische Theologie
Zeitschrift für Praxis in Kirche, Gesellschaft und Kultur.
Heft 01/2016
51. Jahrgang

Erschienen: Februar 2016
ISSN: 0946-3518
Einzelpreis: 27,99 €


weitere Themen: 

Mehr als ein Gleichstellungsatlas; Krankenhausseelsorge vor der Herausforderung Spiritual Care

Inhalt

Impressum

Seite 0

Inhaltsverzeichnis

Seite 1 - 2

Editorial

Editorial

von: Hanna Kasparick

Seite 3 - 5

Thema: Religion bauen – auch im säkularen Kontext

Transformationen städtischer Sakraltopographien

Wie wird es mit den Kirchen weitergehen?
von: Johannes Stückelberger

Sakraltopographien unterliegen einem dauernden Wandel. In welche Richtung dieser bezüglich der Kirchengebäude heute gehen könnte, ist Gegenstand dieses Beitrags. Er empfiehlt, die Kirchen – entsprechend ihrem stadtbildprägenden, öffentlichen Charakter – in Zukunft verstärkt als öffentliche Orte zu nutzen bzw. sie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Begründet wird dies mit einem Blick auf gestern, heute und morgen.
Seite 6 - 11

Moderner Kirchenbau und die Individualisierung der Religion

Von den „Wirgestalten“ zu „Hybridräumen der Transzendenz“
von: Thomas Erne

Der evangelische Kirchenbau der Moderne muss sich mit einer veränderten Transzendenzpraxis in der Gesellschaft auseinandersetzen. Kirchengebäude werden heute als „Hybrid-Räume“ der Transzendenz wahrgenommen. Sie sind keine Räume, die exklusiv für religiöse Deutungen reserviert sind. Kirchen werden auch ästhetisch, sozial und politisch als räumliche Form der Daseinserweiterung erlebt und in Anspruch genommen. Gibt es sakrale Bauformen, die dieser Ausdifferenzierung von Erlebnisformen der Transzendenz Rechnung tragen und zugleich ein protestantisches Profil versprechen? Diese Frage verschärft sich vor dem Hintergrund, dass die „Wirgestalten“, die Kirche als domus ecclesiae und Raum der gottesdienstlichen Liturgie, angesichts eines „expressiven Individualismus“ an Plausibilität verlieren.
Seite 12 - 18

Und die alten Bauten …?

Erfahrungen und offene Fragen
von: Matthias Hoffmann-Tauschwitz

Anhand des Kirchengebiets der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und seines reichen Bestands an fast 2100 Kirchen weist der Bauamtsleiter der EKBO auf die geschichtlich bedingten Unterschiede der Bauwerke und auf ihre systembedingten „Biografien“ bis 1989 hin. Analysen eines eher praxisorientierten Umgangs mit den Kirchgebäuden in den 1980er Jahren in Berlin (West) sowie in den Jahren nach der Wiedervereinigung der EKBO folgen. Es wurde ein baulicher Pflegezustand der Kirchen erreicht, der vermutlich zu keiner Zeit besser war als heute. Die Erfahrungen mit außergottesdienstlichen Nutzungen von Kirchen führten auch in der EKBO zu Leitlinien, deren Überprüfung ansteht. Als Problem bleibt jedoch, dass sanierte, historisch wertvolle Kirchen in strukturschwachen Regionen auf Dauer ohne jede Nutzung sein werden. Damit sind Fragen verbunden, die aktuell noch nicht beantwortet werden können.
Seite 18 - 24

Der schweigende Raum

Zum Neubau eines Sakralraums im historischen Bestand des Wittenberger Schlosses – ein Interview mit Prof. Dipl. Ing. José Guiterrez Marquez

Authentizität, Substanzehrlichkeit, Raumgestalt, Material und Licht sind wesentliche Themen der Architektur. Wenn es dann noch gilt, in einem historischen Altbestand einen zeitgenössischen Sakralraum zu schaffen, potenzieren sich die Herausforderungen. Ein alter Baukörper und die ästhetischen Einsichten unsere Zeit sollen so zusammen gebracht werden, dass ein Raum entsteht, der Transzendenzerfahrungen ermöglicht. Der Architekt José Guiterrez Marquez äußert sich in einem Interview mit der Herausgeberin zu seinen Erfahrungen beim Umbau des Wittenberger Schlosses.
Seite 25 - 27

Das House of One

Ein Bet- und Lehrhaus für drei Religionen
von: Gregor Hohberg

Auch der Islam gehört inzwischen zu Deutschland, nicht nur das Christen- oder das Judentum. Doch wie wird das Verhältnis der Religionen in Zukunft aussehen? Wie wird es öffentlich Gestalt gewinnen und wie werden die Religionen im Miteinander ihr je Ureigenes zur Geltung bringen? Eine Berliner Kirchengemeinde wagt hier einen Schritt nach vorn. Mit dem „House of One“ mitten in der Berliner Innenstadt wurde ein Bet- und Lehrhaus entworfen, in dem sich unter einem Dach eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee befinden. In der Mitte zwischen den Sakralräumen befindet sich ein vierter, ein leerer Raum, der für unterschiedliche Transzendenzerfahrungen offen ist und die Stadtgesellschaft – gerade auch diejenigen in ihr, die keiner Religionsgemeinschaft angehören – einlädt, in einen Dialog einzutreten.
Seite 28 - 32

„Otto braucht eine neue Synagoge“

Die neue Synagoge in Magdeburg
von: Waltraut Zachhuber

Eine jüdische Gemeinde entschließt sich zum Neubau einer Synagoge, nah der Stelle, an der 1938 in der Pogromnacht der Vorgängerbau zerstört wurde. Im Osten Deutschlands ist das keineswegs selbstverständlich. Dass Religion in einem mehrheitlich konfessionslosen Umfeld öffentlich Zeichen setzt, in dem sie ihr Selbstverständnis architektonisch ins Gespräch bringt, weckt Interesse, aber auch kritisches Nachfragen. Die Vorsitzende des Fördervereins, eine evangelische Pfarrerin, beleuchtet den Prozess, der zur Entstehung des Entwurfs für ein öffentliches Begegnungszentrum mit Synagogenraum geführt hat und der die jüdische Gemeinde, den Förderverein, die Zivilgesellschaft sowie die Kommune und das Land Sachsen-Anhalt zusammenbringt.
Seite 32 - 36

Kirchen-NEU-Bau als Gemeinde-AUF-Bau

Die katholische Propsteikirchengemeinde Leipzig
von: Gregor Giele

Am 9. Mai 2015 wurde die neue katholische Propsteikirche in Leipzig geweiht. Das Baugeschehen war mit einem entscheidenden Paradigmenwechsel im Selbstverständnis der Gemeinde verbunden. In der Innenstadt von Leipzig konnte nur eine Kirche für die Menschen dieser Stadt entstehen, gerade auch für diejenigen, die zu 80% religiös nicht gebunden sind. Das Augenmerk der Gemeinde richtete sich auf die Passanten und Passantinnen. Das hatte Folgen für die Architekten, die mit diesem Neubau bewusst eine „Passantenkirche“ entworfen haben. Ein mit dem Neubau gewachsenes Selbstbewusstsein und der Wandel vom Machen zum Ergreifen bestimmen daneben das Selbstbild der Gemeinde.
Seite 37 - 41

Forum

Mehr als ein Gleichstellungsatlas

Potenziale kirchlicher Statistik für Forschung und Lehre
von: Simone Mantei

Der Artikel vermittelt einen Eindruck von der Informations- und Interpretationsfülle quantitativ-empirischer Zugänge zu praktisch-theologischen und kirchenpolitischen Fragestellungen. Dazu stellt er Befunde und Desiderate aus dem jüngst erschienenen Gleichstellungsatlas der evangelischen Kirche vor, der insbesondere in seinem Tabellenteil eine gute Datengrundlage für Forschung und Lehre bereitstellt.
Seite 42 - 49

Krankenhausseelsorge vor der Herausforderung Spiritual Care

Die praktisch-theologische Debatte und ihre professionstheoretischen Konsequenzen
von: Stefan Gärtner

In dem Artikel werden aktuelle Auseinandersetzungen um das Verhältnis der christlichen Seelsorge zu Spiritual Care analysiert. Statt der Alternative von Integration oder Konkurrenz wird eine Mittelposition zur Diskussion gestellt. Über eine domänenspezifische Professionalisierungstheorie können die jeweiligen Stärken der verschiedenen Formen spiritueller Begleitung im Krankenhaus zum Wohle der Patientinnen und Patienten interdisziplinär verbunden werden.
Seite 50 - 58

Literatur / Medien / Kultur

Ergötzung und Recreation

von: Harald Schroeter-Wittke

Seite 59 - 60

„Leid“ als Phänomen

von: Andreas Kubik

Seite 60 - 62

Autorinnen und Autoren

Seite 63