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Friedrich Hauschildt (Hrsg.)
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Europa, das Religionsrecht und die Kirchen

Forum: Florian Kunz "Das Leben ins Bild setzen"

Praktische Theologie
Zeitschrift für Praxis in Kirche, Gesellschaft und Kultur.
Heft 02/2014
49. Jahrgang
Herausgegeben von Thorsten Moos / Jan Hermelink

Erschienen: Mai 2014
ISSN: 0946-3518
Einzelpreis: 27,25 €


Die Europäisierung des Religionsrechts und das Selbstverständnis der Kirche; Kirchen, Staat und Gesellschaft in Europa; Der „Öffentlichkeitsauftrag der Kirche“ und die Europäische Integration 

Inhalt

Impressum

Seite 0

Inhaltsverzeichnis

Seite 65 - 66

Editorial

Die Europäisierung des Religionsrechts und das Selbstverständnis der Kirche

Einleitende Beobachtungen aus (praktisch-)theologischer Sicht
von: Thorsten Moos / Jan Hermelink

Seite 67 - 68

Thema: Europa, das Religionsrecht und die Kirchen

Kirchen, Staat und Gesellschaft in Europa

Ein Vergleich der Entwicklungspfade in Deutschland, Frankreich und Großbritannien
von: Flavia Hauschild

Zusammenfassung: Großbritannien, Frankreich und Deutschland repräsentieren drei Grundtypen der rechtlichen

Ordnung des Staat-Kirche-Verhältnisses in Europa: das staatskirchliche Modell, das Trennungsmodell
und das modifizierte Trennungsmodell. Sie haben sich im Kontext unterschiedlicher
historischer Konstellationen entwickelt. Die drei Ordnungsmodelle werden in
ihren Grundzügen vorgestellt; dazu wird auf interessante regionale Varianten innerhalb der
drei Länder hingewiesen.

Seite 69 - 73

Nordic Zonderwege on Europeanized tracks towards Dis-establishment

Recent Developments in five State-Church-systems
von: Lisbet Christoffersen

Zusammenfassung:
Die staatskirchlichen Systeme der nordischen Länder erfahren derzeit erhebliche Veränderungsprozesse.
Jeweils wird eine Balance gesucht zwischen der Annäherung an europaweit
verbreitete Standards, wie sie vor allem durch Urteile des Europäischen Gerichtshofs für
Menschenrechte markiert werden, und dem Bemühen, für die gesamte BevÖlkerung offene
nationale Kirchen zu erhalten. Strittige Punkte sind meistens die staatliche Beteiligung an
der kirchlichen Gesetzgebung, die Regelungen zur Kirchensteuer, die Stellung der BischÖfe
sowie das Recht zur Einführung von Liturgien.
The relations between the state and religious communities are on the agenda in all
of the five Nordic countries. Constitutional changes seek to balance European jurisdictional
standards with Nordic Zonderwege which shall keep national churches open
for the entire population.2 The following text provides an overview of recent developments.
Seite 74 - 77

Die Öffentliche Sichtbarkeit der Religion in der Tschechischen Republik infolge des Gesetzes über die Kirchen und Religionsgesellschaften (2002)

von: Stanislav Pribyl

Zusammenfassung:
Das Verhältnis von Religionsgemeinschaften und Gesellschaft ist durch das neue tschechische
Kirchengesetz von 2002 entspannt und vereinfacht worden. Dieses Gesetz strukturiert
das Verfahren der offiziellen Registrierung von Kirchen und Religionsgesellschaften in
neuer, transparenter und liberaler Weise. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes wurden bisher vierzehn neue Subjekte registriert, einschließlich solcher buddhistischer oder hinduistischer
Herkunft. Auf Grund ihrer geringen GrÖße dürfen die neu registrierten Religionsgesellschaften
bisher nicht in der Öffentlich-rechtlichen Sphäre wirken, etwa in der Armee, im Gefängniswesen,
im staatlichen Schulwesen und bei der Eheschließung. Gleichwohl ist mit dem
neuen Gesetz eine für alle Beteiligten klarere Situation entstanden.
Das Verhältnis der tschechischen Gesellschaft, auch der dortigen staatlichen BehÖrden
zu religiÖsen Gruppen und Organisation ist auf Grund einer sehr wechselvollen Geschichte
von Vertreibung, Unterdrückung und Rebellion bis heute durch viele Befürchtungen
und Vorurteile geprägt. Eine neue gesetzliche Regelung hat hier Entspannung
und Klärung ermÖglicht. Das Gesetz und seine Konsequenzen werden im Folgenden vorgestellt.
Seite 77 - 82

Der Öffentlich-rechtliche Status für Religionsgesellschaften im Lichte der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

von: Hans Michael Heinig

Zusammenfassung:
Religion ist nicht nur Angelegenheit des Einzelnen, sondern immer auch Sache von Gemeinschaften.
Für deren Organisation stellen die europäischen Staaten unterschiedliche ziviloder
Öffentlich-rechtliche Formen bereit. Diese unterliegen nationalem Recht, müssen sich
aber im Streitfall vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als gerichtsfest erweisen.
Am Beispiel der Entscheidung zur (Nicht-) Anerkennung der Zeugen Jehovas in
Österreich wird gezeigt, welchen Tendenzen die europäische Rechtsprechung im Blick auf
das nationalstaatliche Religionsrecht folgt.
Seite 82 - 87

Die Diakonie in Europa

Politische und rechtliche Herausforderungen
von: Katharina Wegner

Zusammenfassung:
Der Artikel gibt einen Überblick über die sozialrechtlichen Themen und Verfahren der europäischen
Institutionen, die für die Arbeit der Diakonie von Bedeutung sind – etwa das europäische
Vergaberecht für soziale Dienstleistungen oder die FÖrderpolitik der EU in ihrer
Auswirkung auf die Armutsbekämpfung. In diesen und anderen Fällen betreibt die Diakonie
eine gut vernetzte und nicht selten erfolgreiche Lobbyarbeit. Deren Aktivitäten gehen weit
über institutionelle Eigeninteressen hinaus, insofern die Diakonie sich selbst dezidiert politisch versteht: Sie will Nächstenliebe, Solidarität und Gerechtigkeit im europäischen Gemeinwesen
stärken.
Seite 87 - 93

Organisierte Kirche und Öffentliche Bildung

Europäische Konstellationen und regionale Konflikte
von: Bernd Schröder

Zusammenfassung:
Der Artikel skizziert die große Pluralität rechtlicher Regelungen zur Mitwirkung verfasster
Religionsgemeinschaften an staatlichen Schulen; und er gibt exemplarische Einblicke zur
Lage in Norwegen, Frankreich, Spanien und Ungarn. Vielerorts werden die Mitwirkungsrechte
von Religionsgemeinschaften im Rahmen der staatlichen Schule reduziert. Zugleich
engagieren sich viele Gemeinschaften durch Aufbau eigener Formen und Institutionen,
etwa durch die Trägerschaft privater Schulen. Für Europa im Ganzen gilt: Es sind nicht nur
religions-, sondern vor allem bildungspolitische Entwicklungen, die inzwischen einen ‚Anpassungsdruck‘
auf das Recht der Religion an der Schule ausüben.
Seite 93 - 99

Der „Öffentlichkeitsauftrag der Kirche“ und die Europäische Integration

von: Patrick Roger Schnabel

Zusammenfassung:
Auf europäischer Ebene sind die verfassten Kirchen in Deutschland nicht nur Rechtsunterworfene,
sondern auch politische Akteure. In Ausübung ihres „Öffentlichkeitsauftrages“
vertreten sie einerseits ihre eigenen Interessen und nehmen andererseits Stellung in verschiedensten
politischen Debatten. Der Beitrag stellt die allmähliche Institutionalisierung
eines Austauschs zwischen Kirchen und europäischen Bürokratien dar und skizziert exemplarische
Themen.
Seite 99 - 106