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Friedrich Schweitzer
Kindertheologie und Elementarisierung
Wie religiöses Lernen mit Kindern gelingen kann
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Vorschau Heft 2/2012

Schwerpunktthema
des nächsten Heftes:
Cyberkirche: Neue Medienwirklichkeiten

Das nächste Heft (Heft 2/2012) erscheint im Mai 2012.

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Predigtkultur – Erkundungen und Entwicklungen

Forum: Stefan Gärtner, Die zwei Welten der Kategorialen Seelsorge - Ulrich Fischer, Gemeindepädagogik in der Kirche der Zukunft

Praktische Theologie
Zeitschrift für Praxis in Kirche, Gesellschaft und Kultur.
Heft 01 / 2012
47. Jahrgang
Herausgegeben von Albrecht Grözinger und Hanna Kasparick

Erschienen: Februar 2012
ISSN: 0938-5320
Einzelpreis: 27,25 €

Inhalt

Seite 0
Seite 1 - 2
Seite 3 - 5

Thema: Predigkultur – Erkundungen und Entdeckungen

Predigtkultur
Ein programmatischer Begriff zwischen Zuspruch und Anspruch
von: Alexander Deeg

Zusammenfassung: Evangelische Predigt ist selbst ein kulturelles Phänomen, prägt Kultur und steht im kulturellen Kontext. Wenn von „Predigtkultur“ gesprochen wird, so ist dies ein programmatischer Begriff. Er kann als Anspruch wahrgenommen und als Zuspruch gehört werden. In kulturellem Kontext betrachtet, steht die Predigt unter kulturkritischer Beobachtung und prägt die öffentliche Kultur bis in das Politische hinein. Bei alledem hat sie die Aufgabe, das lebendige Wort Gottes in, mit und unter den Worten der Bibel gegenwärtig erfahrbar zu machen. Dass sie dies nur im Kontext ihrer Kultur und damit in Verbindung mit anderen Künsten kann, macht Predigt nahezu automatisch zu einer eigenständigen Kunst, die ohne Scheuklappen am Leben in seiner Vielfarbigkeit teilhat – Kurz: Predigt kultiviert das Wort Gottes zwischen dem verlorenen Paradies und dem neuen Jerusalem.
Seite 6 - 12

Zur Predigt in der Gegenwart
von: Bernd Kauffmann

Zusammenfassung: Ich wünsche mir und hoffe zuversichtlich, dass Gottes Wort viel deutlicher als bisher ein unverstellteres und klareres Gehör in unserer durch-ökonomisierten Ich-Gesellschaft finden möge.
Seite 13 - 15

Das Wort Gottes und das Leben
von: Reinhard Höppner

Zusammenfassung: Reinhard Höppner, von Beruf Mathematiker und von 1994 bis 2002 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, schildert seine Predigterfahrungen und formuliert Erwartungen an Predigten und Predigende. Er plädiert für eine Predigt, die erzählend und Bild weckend biblische Erfahrungen und heutige Lebenserfahrungen miteinander „verspricht“ und vor allem ihre politische Aufgabe nicht vergisst.
Seite 16 - 18

Die Hoffnung trägt mich
von: Andrea Elisabeth Kutzarow

Zusammenfassung: Was tut eine Pfarrerin, wenn sie von der Stadt aufs Land kommt und plötzlich nicht mehr verstanden wird?
Seite 19 - 20

Erfahrung komm!
Entsandt ins Predigtamt
von: Christina-Maria Bammel

Zusammenfassung: Erfahrungen des Predigens in den ersten Dienstjahren werden hier theologisch reflektiert. Darüber hinaus wird das Profil einer Generation von Predigenden befragt, die sich momentan in ihren ersten Dienstjahren befinden. Beschrieben wird die Not der Beschämung im Predigtgeschehen als Spiel zwischen Offenlegung und Verbergung. Der Gedankengang endet in einem Plädoyer für die mutige und denkfromme Irritation von Predigterwartungen im Dienste eines freien, zugewandten Predigens.
Seite 20 - 23

Zum Predigen ausbilden - Ein Gespräch
Dr. h. c. Peter Bukowski, Direktor des Seminars für pastorale Ausbildung im Gespräch mit Dr. Hanna Kasparick, Direktorin des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg
von: Peter Bukowski

Zusammenfassung: Was bewegt Menschen, zu deren Aufgaben es gehört, Vikarinnen und Vikare bei der Ausbildung ihrer je eigenen Fähigkeit zum Predigen zu begleiten? Eine Kollegin und ein Kollege tauschen sich aus. Fragen zur Rezeptionsästhetik und Rhetorik spielen dabei ebenso eine Rolle wie die zur Person von Predigenden oder zur homiletischen Didaktik.
Seite 23 - 30

Weisheits-Collage als offenes Predigtkunstwerk
Homiletik anhand des Modells der Gottesdienste mit Lebens-Experten und Lebens-Expertinnen
von: Thomas Hirsch-Hüffell

Zusammenfassung: Das Modell des Gottesdienstes mit Lebens-Expertinnen versucht, das „offene Kunstwerk“ im Bereich der Predigt zu realisieren. Der Verkündigungs-Teil im Gottesdienst bietet statt einer fertigen Predigt eine Collage aus kurzen Beiträgen: je drei erfahrungsbezogene korrelieren mit einer biblisch orientierten Äußerung. Der Sinn-Zusammenhang entsteht in denen, die zuhören und ist daher offener als bei einer Predigt.
Seite 30 - 34

Literarische Einblicke in die Predigtkultur der Gegenwart
Dieter Wellershoffs Roman „Der Himmel ist kein Ort“ (2009)
von: Kim Apel

Zusammenfassung: Die evangelische Predigtkultur ist immer wieder Gegenstand der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Hier wird solchen literarischen Auseinandersetzungen mit der kirchlichen Predigt am Beispiel des Romans „Der Himmel ist kein Ort“ von Dieter Wellershoff nachgespürt.
Seite 34 - 38

Karl Barth „Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie“
Nach 90 Jahren wiedergelesen
von: Albrecht Grözinger

Zusammenfassung: Karl Barths Vortrag aus dem Jahre 1922 hat die homiletische Diskussion beinahe ein ganzes Jahrhundert lang in Atem gehalten. Auch unter den Bedingungen eines entwickelten religiösen und weltanschaulichen Pluralismus vermögen die Überlegungen Barths das theologische Nachdenken über die Aufgabe der Predigt nachhaltig anzuregen.
Seite 38 - 40

Forum

Die zwei Welten der Kategorialen Seelsorge
Ein Plädoyer für mehr ‚transversale‘ Vernunft
von: Stefan Gärtner

Zusammenfassung: Ein Kennzeichen der spätmodernen Seelsorgewirklichkeit ist die Differenz unterschiedlicher professioneller Sichtweisen auf die Notlage eines Pastoranden/einer Pastorandin. Das gilt insbesondere für die nichtgemeindlichen Handlungsfelder. Ein Seelsorger erfährt hier die mögliche Spannung zwischen säkularer Organisation und Kirche. Um diese Spannung gestalten zu können, ist er auf die Zusammenarbeit mit anderen Professionals angewiesen. Außerdem ist seine transversale Kompetenz gefragt. Diese These wird über die Analyse einer konkreten Fallbeschreibung entwickelt.
Seite 41 - 48

Gemeindepädagogik in der Kirche der Zukunft
Bildungs- und professionstheoretische Akzente aus kirchenleitender Perspektive
von: Ulrich Fischer

Zusammenfassung: Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des „Arbeitskreises Gemeindepädagogik“ erinnert der badische Landesbischof an den wesentlichen Zusammenhang von Taufe, Bildung und Diakonie. Er fordert die Stärkung und Erweiterung gemeindepädagogischer Arbeitsfelder und Kompetenzen. Konkret zeigt sich die Notwendigkeit gemeindepädagogischen und -diakonischen Arbeitens etwa dort, wo mittels der Milieutheorie vor allem marginalisierte, ärmere Zielgruppen zu erreichen und diese (wie andere) Gruppen energischer zu Subjekten des kirchlichen Bildungshandelns zu machen sind. In Zukunft wird – angesichts der Konzentration des Pfarramts auf Gottesdienst und Seelsorge – eine kompetente Arbeit von Gemeindepädagoginnen und -diakonen wichtiger werden, etwa im Blick auf das Thema der Nachhaltigkeit, auf die Förderung von Teilhabe am kirchlichen Handeln, und auf die kompetentere Wahrnehmung der Gemeinde für ihre Lebensräume und -wirklichkeiten.
Seite 48 - 57

Literatur / Medien /Kultur

Literatur / Medien /Kultur


Christian Mulia
Lebenslagen, -stile und -kunst des Alter(n)s
Auf dem Weg zu einer praktisch-theologischen Religionsgerontologie

Kristin Futterlieb
Christliche Gebetskultur online?

Harald Schroeter-Wittke
VOCAbuLarieS – oder:
Von der Macht des Wortes im Jahr der Kirchenmusik
Seite 58 - 65
Seite 66 - 67